In 3 Schritten zu authentischer Elternschaft

Gestern Morgen beobachtete ich eine Frau in der U-Bahn dabei, wie sie versuchte ihren quirligen Sohn (etwa 3 Jahre alt) zu „U-Bahn-tauglichem“ Verhalten zu bewegen. Mir fiel auf, dass der Junge scheinbar gar nicht auf das reagierte, was die Mutter von ihm wollte und ich fragte mich, was ich denke, das sie tun könnte, um besser mit ihm in Kontakt zu kommen.

Ich würde nicht sagen, dass sie sehr gestresst wirkte, aber die Gesamtsitusation sah schon anstrengend aus: Sie machte viele Worte, die fast alle nicht bei dem Kind ankamen. Er dagegen hampelte rum, stand immer wieder auf und warf dabei Sachen herunter. Insgesamt war es eine eher unruhige Szenerie.

Viele Worte um nichts

Vielleicht kennst du das auch:  Du sagst viel, aber es führt letztlich zu nichts? Das passiert häufig, wenn wir nicht authentisch sind. Körper, Geist und Seele agieren nicht im Einklang, wir sind nicht präsent. Unser Gegenüber empfängt keine eindeutige Botschaft. Das ist unbefriedigend für beide Seiten.

Deshalb habe ich mir ein 3-Schritte Mini-Programm ausgedacht, mit dem du deine Authentizität in der Beziehung zu deinem Kind verbessern kannst:

1.Schritt: Beobachte dich selbst

Im ersten Schritt, also zum Beispiel am ersten Tag schaust du dir einfach erstmal nur zu, wie du so mit deinem Kind oder deinen Kindern umgehst:

  • Wie redest du
  • Was sagst du
  • Wie fühlst du dich dabei
  • In welchen Situationen reagierst du

Du veränderst ersteinmal noch gar nichts. Nimm einfach nur wahr, was da ist.

2. Schritt: Unwirksames weglassen

Wenn du feststellst, dass es Dinge gibt, die du tust oder sagst, die aber nicht funktionieren, dann lässt du sie in diesem Schritt weg. Du sagst z.B. Morgens immer, dass dein Kind die Schuhe selbst anziehen soll, dein Kind tut dies aber nie? Dann sagst du es ab sofort nicht mehr. Du sagst dem Großen immer wieder er soll die Kleine nicht ärgern, er aber tut es trotzdem immer wieder: Du sagst es jetzt nicht mehr…

Es geht hierbei konkret um die Dinge, die du sagst, nicht um deine Intention. Es ist nicht verkehrt, dass du die Erwartung hast, dass er oder sie sich auch alleine versucht anzuziehen. Es geht darum, dass wie du es machst wirkungslos ist.

3. Schritt: Erkenne, was dir wirklich wichtig ist

In Schritt 2 hast du deinen erzieherischen Aktionismus überwunden und bist ein wenig zur Ruhe gekommen. Dies ist wichtig, damit du erkennen kannst, was dir wirklich wichtig ist. Vielleicht gibt es Dinge, die du als unnötige Erziehungsmaßnahmen erkennst. Vielleicht hat sich die ein oder andere Situation auch plötzlich alleine verändert, ohne dass du sie kommentiert hast. Aber du wirst auch merken, dass es Situationen gibt, in denen weiterer Handlungsbedarf besteht. Was uns zu Schritt 3 bringt:

Spüre, dass es dir wichtig ist und erkläre deinen Kindern in Ruhe warum! Manchmal fällt es Kindern schwer, umzusetzen, was wir von ihnen verlangen. Dann müssen wir sie geduldig begleiten und immer wieder in Ruhe erklären, warum uns das wichtig ist und dass wir es erwarten, dass sie sich an unsere Anweisungen halten.

 

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