Sorgen sind wie Nudeln: Man macht sich meistens zu viele davon!

Kinder sind selbst organisierte Systeme: Sie haben eigene Vorlieben, eigene Abneigungen, eigene Ideen und finden ihre eigenen Wege.

Wir müssen lernen, uns ernsthaft dafür zu interessieren, wie es unseren Kindern geht und ihr Wohlbefinden über unsere Sorgen stellen. Lasse zu, dass du fühlst, was dein Kind fühlt: Echte Empathie macht starke Bindungen möglich. Getragen von dieser tiefen Bindung zu dir kann dein Kind frei in die Welt hinaus gehen und mit Freude sein Leben gestalten.

  • Wie fühlt sich dein Kind heute?
  • Was fühlst du, wenn du dich auf die Gefühle deines Kindes einlässt?

Zuviele Sorgen dagegen und damit einhergehende Einschränkungen belasten die vertrauensvolle Bindung zu deinem Kind. Die Sorgen gehören dir, sie entstehen in dir, mach dein Kind nicht zum Objekt deiner Maßnahmen, um die sorgenvolle Stimme in dir zu beruhigen.

„Wesentlich ist, daß das Kind möglichst viele Dinge selbst entdeckt. Wenn wir ihm bei der Lösung aller Aufgaben behilflich sind, berauben wir es gerade dessen, was für seine geistige Entwicklung das Wichtigste ist. Ein Kind, das durch selbständige Experimente etwas erreicht, erwirbt ein ganz andersartiges Wissen als eines, dem die Lösung fertig geboten wird.“
Emmi Pikler

Dein Kind braucht die Möglichkeit seine Dinge zu tun, seiner inneren Ordnung nachzugehen, um ein gesunder und fröhlicher Erwachsener zu werden, der Lust auf das Leben hat.

Lasse es zu, dass dein Kind sich selbst erleben kann: Achte auf deine Sorgen und Ängste. Nimm sie wahr und ernst. Aber bedenke, dass dein Kind nicht verantwortlich ist für deine Ängste. Dein Kind muss die Welt entdecken dürfen ohne durch deine Sorgen und Ängste zurückgehalten zu werden.

Dein Kind MUSS:

  • Hinfallen dürfen
  • selbst wieder aufstehen dürfen
  • sich weh tun dürfen
  • sich mit anderen auseinander setzen dürfen
  • seine Meinung verteidigen dürfen
  • wütend/ traurig/ fröhlich sein dürfen
  • etwas nicht gleich schaffen dürfen

Enthalte deinem Kind nicht das Leben vor, nur weil es dir Angst macht. Wenn du angstauslösende Momente mit deinem Kind erlebst, dann bist du aufgerufen, dich mit deinen eigenen Gefühlen auseinander zu setzen.

  • Gibt es Gefühle, die immer wieder in dir groß werden und unter denen du leidest?
  • In welchen Situationen entstehen sie und wie gehst du damit um?

4 Kommentare zu „Sorgen sind wie Nudeln: Man macht sich meistens zu viele davon!

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